7 köstliche Möglichkeiten, Tomatenblätter in der Küche zu verwenden
Autor: Linda Ly
Die meisten Menschen genießen nur die Früchte der Tomatenpflanze und werfen den Rest auf den Kompost. Dabei sind Tomatenblätter essbar und können vielen Gerichten ein intensives, würziges Aroma verleihen. Richtig eingesetzt sorgen sie für einen frischen, leicht kräuterigen Geschmack, der an den Duft einer Tomatenpflanze im Sommer erinnert.
Wie schmecken Tomatenblätter?
Tomatenblätter schmecken nicht wie Tomaten. Ihr Aroma ist deutlich kräftiger und erinnert an frische Kräuter mit leicht würzigen, grasigen und angenehm säuerlichen Noten.
Sie eignen sich nicht als Salat oder Gemüsebeilage, sondern werden am besten in kleinen Mengen verwendet, um Speisen mehr Tiefe und Frische zu verleihen.
1. Tomatenblätter in Tomatensoße
Eine der einfachsten Möglichkeiten besteht darin, einige Zweige mit Blättern während des Kochens in die Tomatensoße zu geben.
Lassen Sie die Blätter mindestens 20 Minuten mitköcheln. Vor dem Servieren entfernen Sie dicke Stängel oder größere Zweige.
Die Soße erhält dadurch ein intensiveres, volleres Aroma, ohne den eigentlichen Tomatengeschmack zu überdecken. Auch gekaufte Tomatensoßen lassen sich auf diese Weise geschmacklich deutlich verbessern.
2. Tomatenblätter in Salsa
Selbstgemachte Salsa gewinnt durch fein gehackte Tomatenblätter eine ganz besondere Geschmacksnote.
Einfach einige Blätter klein schneiden und unter die fertige Salsa mischen. Während sie etwas durchzieht, entfalten die Blätter ihr volles Aroma und sorgen für einen intensiveren Tomatengeschmack.
3. Pesto mit Tomatenblättern
Tomatenblätter lassen sich hervorragend mit klassischem Basilikumpesto kombinieren.
Ein ausgewogenes Verhältnis ist dabei entscheidend. Etwa ein Drittel Tasse Tomatenblätter auf zwei Tassen Basilikum genügt, um dem Pesto mehr Tiefe zu verleihen, ohne den feinen Basilikumgeschmack zu überdecken.
4. Pistou mit Tomatenblättern
Pistou ähnelt einem klassischen Pesto, wird jedoch ohne Nüsse und Käse zubereitet.
Eine aromatische Variante besteht aus:
- Tomatenblättern,
- Oregano, Petersilie oder Koriander,
- Knoblauch,
- Olivenöl,
- Salz,
- etwas Zitronensaft.
Alle Zutaten werden fein gehackt oder püriert und ergeben eine würzige Kräutersoße.
Sie passt hervorragend zu:
- Eiern,
- geröstetem Brot,
- Bruschetta,
- Fisch,
- Hähnchen,
- Ofengemüse.
5. Getrocknete Tomatenblätter als Gewürz
Tomatenblätter lassen sich problemlos trocknen und das ganze Jahr über als Gewürz verwenden.
Binden Sie im Sommer einige kräftige Triebe zusammen und hängen Sie sie etwa eine Woche an einem trockenen Ort auf.
Nach dem vollständigen Trocknen:
- Blätter von den Stielen lösen,
- zerreiben,
- in einem gut verschlossenen Gewürzglas aufbewahren.
Das aromatische Pulver eignet sich hervorragend für:
- Pizza,
- Pasta,
- Suppen,
- herzhafte Soßen,
- Cocktails wie Bloody Mary.
6. Tomatenstängel-Pulver
Wer einen Dörrautomaten besitzt, kann sogar ganze Tomatenstängel trocknen.
Nach dem Trocknen werden sie fein gemahlen und wie ein Gewürz verwendet.
Bereits eine kleine Menge verleiht Suppen, Eintöpfen und anderen herzhaften Gerichten ein besonders intensives Aroma.
7. Tee aus Tomatenblättern
Auch wenn es ungewöhnlich klingt – Tomatenblätter eignen sich hervorragend zur Zubereitung eines milden Kräutertees.
Der Geschmack erinnert eher an Artischockentee als an Tomaten. Er ist angenehm weich, leicht süßlich und kann pur oder mit etwas Honig genossen werden.
Für die Zubereitung:
- eine Handvoll frischer Tomatenblätter in eine Tasse geben,
- mit heißem Wasser übergießen,
- 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
Nach Belieben lässt sich der Tee mit anderen Kräutern kombinieren, zum Beispiel mit:
- Lavendel,
- Minze,
- Zitronenmelisse,
- Kamille,
- Anis-Ysop,
- Hagebutten,
- Himbeerblättern.
Warum Tomatenblätter verwenden?
Tomatenblätter enthalten wertvolle Antioxidantien und eröffnen völlig neue Möglichkeiten in der Küche. Bereits kleine Mengen reichen aus, um Soßen, Pesto, Gewürzmischungen oder Tee mit einem außergewöhnlichen Aroma zu verfeinern. Wer Tomaten im Garten anbaut, kann so einen größeren Teil der Pflanze sinnvoll nutzen und Lebensmittelverschwendung vermeiden.